Glöbl & Partner
Schwerpunkt 2 · Lean, Prozesse & Supply Chain

Ohne saugute Wertschöpfung ist alles andere nichts.

Lean als gelebte Praxis: Fluss erzeugen, Engpässe lösen, Verschwendung eliminieren. Nicht als Methoden-Projekt, sondern als Denkweise.

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Typische Störungen im Wertstrom.

  • Störung 01Wir sind ständig nur am Feuerlöschen.
  • Störung 02Alle arbeiten am Anschlag, und trotzdem wackeln die Liefertermine.
  • Störung 03Lean haben wir probiert. Es ist wieder eingeschlafen.
  • Störung 04Jeder optimiert seinen Bereich, aber der Auftrag steht trotzdem.
Lean

Der Kollaps der Steuerung.

Vor 100 Jahren

Eine kleine Management-Truppe konnte eine Fabrik mit 1.000 Mitarbeitern steuern.

  • Wenige Produkte
  • Stabile Märkte
  • Klare Abläufe
Heute
  • Tausende Varianten
  • Volatile Nachfrage
  • Globale Lieferketten

… und dieselben Management-Muster von damals.

Höchstleistung als wehmütige Erinnerung?

Einer für alle, alle für einen.

Die meisten Firmen haben eine Ära der Höchstleistung erlebt, als man sich auf die anderen verlassen konnte, als fast alles schnell ging, als es vielen noch Spaß gemacht hat. Wer das jemals erlebt hat, vergisst es nie. Dort wollen wir wieder mit Ihnen hin! Unterschätzen Sie Ihre Leute nicht!

Das mit dem Fisch und dem Kopf kennt ja jeder. Es gilt also natürlich auch heftig an Führung, Management und Struktur zu arbeiten. Diese Selbsterkenntnis ist bitter, stimmt aber fast immer.

Lean ohne Dogma

Schnell. Nützlich. Menschlich. Und stolz!

Unser Lean ist nicht aus dem Lehrbuch und passt zum pragmatischen Mittelstand: experimentgetrieben, pragmatisch und auf Wirkung ausgerichtet. Weil es wirklich funktioniert.

  1. 01

    „Würdevolles Scheitern” gehört dazu: Hypothesen testen, schnell lernen, anpassen.

  2. 02

    Nachhaltigkeit entsteht durch die Lösung echter Probleme, nicht durch Anordnung.

  3. 03

    Das braucht Führung. Und dort ist der Hund begraben. Echte Führung bedeutet: Andere zur Lösung echter Probleme anstiften, also die Wucht der Organisation entfesseln, statt gut gemeinte aber hinderliche Vorgaben und Prozesse zu verkünden.

  4. 04

    Manchmal fehlt auch Wissen, aber das ist leicht zu beheben und wird meistens überschätzt.

Typische Ergebnisse
0%

kürzere Durchlaufzeit

0%

geringere Herstellkosten

0%

weniger Aufwand

0%

mehr Durchsatz

Prozessanalyse

Erst sichtbar machen, dann verbessern.

Komplexe Abläufe brechen wir auf einfache, gemeinsame Bilder herunter – verständlich vom Shopfloor bis in die Geschäftsführung.

Ein Process Mapping ist bei uns kein Bericht für die Schublade, sondern der gemeinsame Interpretationsrahmen fürs Team: Wo läuft der Prozess wirklich, wo stockt der Fluss, und was verändert sich, wenn der echte Engpass gelöst ist? Die Leute, die den Prozess jeden Tag machen, sind von Anfang an dabei – nicht erst, wenn das Ergebnis präsentiert wird.

01

Ist-Fluss erfassen

Wir erfassen vor Ort mit den Mitarbeitenden die tatsächlichen Arbeitsschritte, Übergaben und Wartezeiten. So wird nachvollziehbar, wie Material und Informationen durch den Prozess fließen.

02

Engpass sichtbar machen

Wir visualisieren den Prozess und analysieren gemeinsam, wo der Fluss stockt. So entwickeln Mitarbeitende und Geschäftsführung ein gemeinsames Verständnis des Engpasses.

03

Soll-Fluss gestalten

Wir entwickeln mit dem Team einen Soll-Prozess, der den Engpass entlastet und Übergaben klar regelt. Die vereinbarten Änderungen erproben wir im Alltag und prüfen, ob Wartezeiten sinken und der Fluss besser wird.

Aus der Praxis

Zwei Beispiele, wie wir arbeiten.

Beispiel aus der Praxis

Dauerfeuer in der Fertigung

Ausgangslage
Die Fertigung ist ausgelastet, trotzdem warten Kunden auf ihre Aufträge. Viele Arbeiten werden begonnen, Material und halbfertige Teile stauen sich zwischen den Stationen. Neue Eilaufträge verdrängen die geplante Reihenfolge. Meister und Disposition organisieren täglich um, während zugesagte Liefertermine zunehmend unsicher werden. Mehr Auslastung allein löst das Problem nicht.
So gehen wir vor
Wir gehen den Weg ausgewählter Aufträge mit dem Team vom Eingang bis zur Auslieferung ab und machen Wartezeiten, Rückfragen und Übergaben sichtbar. Am tatsächlichen Engpass richten wir Reihenfolge und Auftragsfreigabe aus. Gemeinsam begrenzen wir die gleichzeitig laufende Arbeit und vereinbaren einen klaren Umgang mit Eilaufträgen. Eine kurze tägliche Shopfloor-Runde zeigt Hindernisse, benennt Verantwortliche und verfolgt, ob die vereinbarten Maßnahmen den Fluss verbessern.
Was sich verändert hat
Das Ziel lautet: weniger gleichzeitig anfangen, mehr verlässlich fertigstellen. Der Engpass erhält die Arbeit, die er bewältigen kann; vorgelagerte Bereiche produzieren nicht länger ungeprüft auf Vorrat. Disposition und Fertigung steuern nach einer gemeinsamen Priorität. Wir prüfen die Wirkung anhand von Durchlaufzeiten, laufenden Aufträgen und eingehaltenen Zusagen, bevor die Lösung auf weitere Bereiche übertragen wird.
Beispiel aus der Praxis

Lean ist wieder eingeschlafen

Ausgangslage
Nach dem Lean-Projekt hängen die Tafeln noch, doch Besprechungen fallen aus und Maßnahmen bleiben offen. Mitarbeiter haben Ideen eingebracht, aber kaum Rückmeldung erhalten. Zusätzliche Checklisten fühlen sich wie Bürokratie an. Das Wort Lean löst Augenrollen aus, obwohl tägliche Störungen, Suchzeiten und wiederkehrende Fehler das Team weiterhin belasten.
So gehen wir vor
Wir beginnen mit einem Problem, das die Mitarbeiter selbst lösen wollen, etwa einer wiederkehrenden Störung oder einer umständlichen Übergabe. Das Team beobachtet den Ablauf, entwickelt eine kleine Veränderung und erprobt sie mit einem klaren Zeitraum und Prüfkriterium. Führung schafft Zeit, beseitigt Hindernisse und gibt Rückmeldung. Kurze regelmäßige Gespräche halten Experimente und Ergebnisse sichtbar. Methoden kommen nur dort zum Einsatz, wo sie dem konkreten Problem helfen.
Was sich verändert hat
Angestrebt wird eine Verbesserungspraxis, die ohne neue Kampagne weiterlebt. Mitarbeiter erleben, dass ihre Beobachtungen ernst genommen und Vorschläge tatsächlich erprobt werden. Führung übernimmt Verantwortung für Hindernisse, statt nur Kennzahlen abzufragen. Was funktioniert, wird im Arbeitsablauf verankert; was nicht funktioniert, wird angepasst. Entscheidend ist die spürbare Entlastung im Alltag, nicht die Zahl der ausgefüllten Tafeln.
Supply Chain

Wertschöpfung hört nicht am Werkstor auf.

Einkauf, Warenfluss, Logistik und Service entscheiden genauso über Wettbewerbsfähigkeit wie die Fertigung selbst – fristen in vielen Unternehmen aber ein Schattendasein. Wer nur innerhalb der eigenen vier Wände optimiert, lässt die Hälfte des Hebels liegen.

Einkauf als Hebel, nicht als Kostenstelle

Einkauf wird oft nur verwaltet: Preise drücken, Rahmenverträge pflegen. Dabei ist Einkauf ein echter Hebel – durch Lieferantenentwicklung, Bündelung und frühe Einbindung in Produktentscheidungen. Wer Einkauf strategisch denkt, gewinnt Flexibilität, nicht nur Rabatte.

Warenfluss und Logistik

Warenfluss und Logistik sind der Blutkreislauf des Unternehmens. Wenn Material stockt, Bestände explodieren oder Touren ineffizient laufen, spürt das jeder – meistens zu spät. Wir schauen auf den ganzen Fluss vom Wareneingang bis zur Auslieferung, nicht nur auf einzelne Stationen.

Service: Der unsichtbare Motor der Wertschöpfung

Mit der Auslieferung fängt die Wertschöpfung oft erst an. Service ist kein Kostenblock, sondern Motor für Kundenbindung, wiederkehrende Umsätze und Marktfeedback. Ein echter Treiber für Innovation. Effizient gestaltet, glättet Service die Auslastung und macht aus Aufwand Ertrag. Wer Service nur verwaltet, verschenkt Potenzial. Wer ihn nutzt, schafft Wettbewerbsvorteile.

Der Fluss endet nicht am Werkstor

1Einkauf & Lieferanten
2Wareneingang & Lager
3Fluss im Werk
4Logistik & Auslieferung
5Service beim Kunden
Werkzeuge, die Orientierung stiften

Werkzeuge sind nie Selbst-Zweck. Sie helfen, auf pragmatische Ideen zu kommen, die zur Firma passen.

SFM

Shopfloor Management. Führung dort, wo Wertschöpfung passiert. Tägliche Steuerung am Ort des Geschehens. Individuell angepasst und so, dass es funktioniert.

CCPM

Critical Chain Project Management. Engpässe identifizieren und Projekte beschleunigen. Insbesondere in Multiprojekt-Umgebungen überlegen.

WSA/WSD

Wertstromanalyse und -design. Den tatsächlichen Ablauf sichtbar machen und die wesentlichen Zusammenhänge verstehen. Verständnis schlägt Perfektion.

TPM

Total Productive Maintenance. Maschinen und Anlagen proaktiv pflegen, nicht erst wenn sie stehen. Produktivität durch Prävention statt Reparatur.

5S

Ordnung als Grundlage für Effizienz. Sortieren, Systematisieren, Säubern, Standardisieren, Selbstdisziplin, um Verschwendung sichtbar zu machen.

MUDA

Die 7 Arten der Verschwendung. Alles sichtbar machen und eliminieren, was keinem Kunden Mehrwert bringt: Überproduktion, Bestände, Transport, Bewegung, Wartezeiten, Überbearbeitung, Fehler.

SMED

Single-Minute-Exchange-Of-Die. Rüstzeiten radikal verkürzen. Nicht Minuten, nicht Stunden, sondern Sekunden. Flexibilität durch schnelle Umrüstung.

Kanban

Visuelles Pull-System. Arbeit fließt erst nach, wenn Kapazität frei ist – WIP-Limits statt Chaos auf allen Kanälen gleichzeitig.

KATA

Verbesserung als tägliche Übung. Kleine Schritte zum nächsten Zielzustand, konsequent trainiert statt einmalig verordnet.

Scrum

Iteratives Arbeiten in kurzen Sprints. Cross-funktionale Teams, die selbst steuern, statt auf Freigaben zu warten.

Hoshin Kanri

Strategie-Entfaltung von oben nach unten und zurück. Wenige Durchbruchsziele, die in der täglichen Arbeit ankommen – statt Strategie-Folien für die Schublade.

A3

Ein Blatt Papier, ein Problem, eine Denkweise. Strukturiertes Problemlösen von der Ist-Situation bis zur nachhaltigen Gegenmaßnahme.

…

Bereit für echten Fluss?

Ein Gespräch. Kein Verkaufspitch. Klartext über Ihre Wertschöpfung.